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PROTOTYPING IM ENTWURFSPROZESS VON VR-ANWENDUNGEN

Die Bedeutung von Virtual Reality (VR) hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Neben Google, Facebook und Amazon investieren viele weitere Unternehmen täglich in VR. Obwohl bereits in den neunziger Jahren intensiv in diesem Gebiet geforscht wurde, haben vor allem die technischen Entwicklungen und die damit einhergehende Kostenminderung der benötigten Hard- und Software zu einer Etablierung von VR in unterschiedlichen Branchen geführt. Bis heute konnte sich das Medium besonders in den Bereichen Architektur, Design, Industrie, Medizin, Unterhaltung, Lehre und Training etablieren.


Die wachsende Bedeutung geht mit einem Zuwachs von VR-Anwendungen einher. Trotz dreißig Jahren Forschung hat sich bei der Erstellung dieser kein eindeutiger Entwurfsprozess etabliert. Gerade im Vergleich mit anderen Bereichen der Mensch-Maschine-Interaktion, wie zum Beispiel der Web- und App-Entwicklung, stellt die Erstellung von VR-Anwendungen noch eine große Herausforderung dar. Dies liegt unter anderem am Fehlen von Standards, beispielsweise bei der Bedienung, aber auch an der Komplexität, welche mit den Bestandteilen einer virtuellen Welt einhergehen. Zudem haben viele Personen noch wenig oder keine Erfahrung mit VR.

Frühes Prototyping fördert dabei eine nutzerorientierte Lösung und kann zu enormen Kosteneinsparungen führen, da potenzielle Fehler schneller erkannt und umgangen werden können. Zudem stellt die Darstellung der virtuellen Welt einen der entscheidendsten Bestandteile von VR-Anwendungen dar.


Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, den Einsatz von Prototypen im VR-Entwicklungsprozess näher zu untersuchen.


Hierbei wurden unterschiedliche Verfahren recherchiert und hinsichtlich ihrer Erstellung, der Möglichkeit zur Eintragung von Interaktionen und der Einbindung in den Entwurfsprozess untersucht. Dabei wurde zwischen analogen Methoden, die ohne technische Hilfsmittel realisierbar sind und virtuellen Methoden, welche direkt in der VR-Umgebung erstellt werden, unterschieden.

Beispiele für analoge Prototyping-Methoden

Definitionen


VR

„Ein VR-System nennen wir ein Computersystem, das aus geeigneter Hardware und Software besteht, um die Vorstellung einer Virtuellen Realität zu realisieren.“ (Dörner, Broll, Grimm & Jung, 2013)

Somit stehen die Konzipierung und Umsetzung einer virtuellen Umgebung im Vordergrund, die dem Nutzer möglichst real vorkommen soll.

 

Prototypen

Prototypen stellen eine ganzheitliche oder partielle Abbildung eines Systems oder Produktes im Entwurfsprozess dar (Beaudouin-Lafon & Mackay, 2003).

Prototypen sind im Detailgrad und ihrer Beschaffenheit sehr flexibel und können zu jeder Zeit des Entwicklungsprozesses eingesetzt werden.


Welche Herausforderungen bestehen?

Der Entwurf von Virtual Reality-Projekten ist hoch komplex. Konventionelle 2D- Konzeption lässt sich nur bedingt auf 3D-Projekte anwenden. Zudem ist die Erstellung von dreidimensionalen VR-Anwendungen an zweidimensionalen (2D) Bildschirmen suboptimal. Vor allem die Gestaltung der virtuellen Umgebungen und das Testen der Entwürfe nehmen durch diesen Transfer viel Zeit in Anspruch. Bei der Erstellung von VR-Anwendungen können, je nach Größe und Komplexität des Projektes, Personen aus vielen unterschiedlichen Bereichen beteiligt sein.

Warum ist die Erstellung von Prototypen relevant?

  • Prototyping führt zu einer schnellen Visualisierung von Ideen, die helfen, sich intensiver mit dem Problem auseinanderzusetzen und nutzerorientierte Lösungen zu schaffen.
  • Auch der Vergleich und die Bewertung von verschiedenen Alternativen soll durch die Erstellung von Prototypen gefördert werden. Sie unterstützen das Team dabei, sich für die Ansätze zu entscheiden, welche am besten zu den Anforderungen passen.

 

  • Bei der Erstellung verschiedener Prototypen beschäftigt man sich automatisch mit dem Problem, lernt es besser kennen und erhöht so die Wahrscheinlichkeit von Innovation.
  • Da viele Menschen noch wenig oder keine Erfahrung mit VR gemacht haben, ist der Einsatz von Prototyping-Methoden schon zu Beginn des Entwurfsprozesses von noch größerer Bedeutung, damit sich alle Beteiligten so früh wie möglich eine Vorstellung von den Entwürfen im dreidimensionalen Raum machen können.

 

Prototypen bieten eine wichtige Gelegenheit, Nutzer durch Tests besser zu verstehen. Mehr Alternativen führen dabei immer zu weitreichenderen Informationen, da der Nutzer gegebenenfalls schon Optionen ausschließen und Neigungen aussprechen kann (Tohidi, Buxton, Baecker & Sellen, 2006).

  • Bei unseren Untersuchungen gaben alle Probanden bei jeder Methode an, dass sie sich die Szene nach der Erstellung des Prototypen besser vorstellen konnten.

 

Durch Prototypen kann man Teammitglieder oder Kunden über den aktuellen Stand informieren und Feedback erhalten. Die Abbildungen fördern dabei die Kommunikation, regen zum Mitdenken und Mitmachen an.

  • Die Erstellung von Prototypen bietet eine gute Möglichkeit, das Team in den Entwurfsprozess einzubeziehen, damit jeder seine Erfahrungen und Sicht auf die Dinge einbringen kann.

 

Alle vorangegangenen Punkte dienen dazu, das Team bei der Generierung und Auswahl der bestmöglichen Gestaltungsalternativen zu unterstützen. Dies ist eine wichtige Grundlage dafür, ein Produkt, das den definierten Anforderungen entspricht im vorgegebenen Zeitfenster fertigzustellen.

  • Prototypen bieten eine kostengünstige Möglichkeit, sich eine bessere Vorstellung vom Endprodukt zu machen. Im besten Fall können sich alle Beteiligten durch Prototypen besser in den Nutzer hineinversetzen und testen, ob ihre Ideen im dreidimensionalen Raum so wirken, wie vermutet.  
  • Prototypen ermöglichen eine frühe Einschätzung darüber, welche Technologien gebraucht werden und ob eine technische Umsetzung auf die dargestellte Weise möglich ist.

 

Sprechen Sie uns an


Frühes Prototyping birgt viele Vorteile im VR-Entwurfsprozess.

Wenn Sie eine Idee für Ihr VR-Projekt haben, unterstützen wir Sie sehr gerne beim Entwurfsprozess und der späteren Entwicklung mit den aktuellen Technologien.


Gerne beraten wir Sie zunächst, welche Möglichkeiten wir in Ihrer Branche sehen und welches VR-System sich für Ihr Problem am besten eignet. Wenn diese Weichen gestellt sind, halten wir gemeinsam Ihre Anforderungen fest.

Anschließend besprechen wir wie Sie beim Prototyping mit der Auswahl der richtigen analogen oder virtuellen Methoden effizient vorgehen, um Ihrem Projekt die Komplexität zu nehmen.


So steht einer erfolgreichen Entwicklung Ihres Produktes nichts im Wege.

Sprechen Sie uns an

Jonas Weber

Manager

+49 1522 2644508

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