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Remote Leadership

Remote Leadership, also das Führen in verteilten Teams, ist nicht nur Aufgabe der Führungsmannschaft eines Unternehmens. Remote Leadership fängt bei jedem einzelnen Mitarbeiter an - und Selbstorganisation spielt dabei eine wichtige Rolle. Hier zeigen wir euch, welche Dimensionen von Remote Leadership existieren und welche Good Practices es gibt.

Was kann jeder Einzelne tun?

  • Pflege deinen Kalender, kommuniziere und blocke “Flow-Time” sowohl für deine Mitmenschen Zuhause als auch in deinem Kalender.
  • Richte, wenn du ein Spezialwissen hast, einen Community-Chat ein, in dem du dein Wissen mit anderen teilst.
  • Gib deinem Team jeden Abend einen kurzen Statusbericht (gerne zusätzlich zum Daily): Wo stehst du und was planst du für den nächsten Tag?
  • Dokumentiere! Beim arbeiten in verteilten Teams ist es wichtig, dass Dokumentationen aktiv genutzt werden, indem du zum Beispiel auf Dokumentationen verweist oder auf erweiterte Dokumentationen verlinkst. Hierfür eignet sich als Tool beispielsweise OneNote.
  • Feiere dich und andere für eure Erfolge!
  • Over-communicate! Teile dich lieber zu viel mit als zu wenig.

Schenkt Vertrauen! Eure Kolleginnen und Kollegen arbeiten zu Hause genauso engagiert wie im Büro.


 

Team Leadership

Hier geht es nicht um Team­lei­ter, son­dern um das ge­sam­te Team. Denkt dar­an: Ihr sitzt nicht ge­mein­sam in ei­nem Raum. Da­mit ihr als Team eure Zie­le er­reicht, ist es wich­tig, dass alle Füh­rungs­auf­ga­ben über­neh­men.

Daily-Check-in via Textmessage: Schreibt im Chat, wenn ihr euren Arbeitstag beginnt und was eure Top-3-Ziele sind, die ihr an dem Tag erreichen wollt.

Meetings mit kurzem, themenfremden Socializing starten. Vielleicht nicht übers Wetter, aber definitiv nicht über Business.

Denkt an die Dokumentation der Meeting-Inhalte (Ideen, Backlog, Ergebnisse etc.). Dabei ist nicht das Tool das entscheidende. Eine leere Seite in PowerPoint, die von allen beschrieben wird, oder ein OneNote, reichen aus. Nicht nur einer allein kann so dokumentieren, sondern alle. Einer gibt jedoch die Struktur vor.

Teilt Informationen im Team-Chat und macht gemeinsame Kaffeepausen (virtuell natürlich).

Das sind die Aufgaben des People Lead
und des Team Lead

  • Schenkt Vertrauen! Eure Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten zu Hause genauso engagiert wie im Büro.
  • Verzichtet auf Micromanagement.
  • Formuliert Leitplanken und klare Ziele. Als Methode helfen dabei zum Beispiel Objectives and Key Results (OKR).
  • Kommuniziert offen und mit Beispielen.
  • Lebt vor! Wenn ihr wollt, dass Prozesse eingehalten werden, dann lebt dies selbst vor, anstatt nur zu Delegieren.
  • Schafft Verbundenheit durch Fotos von eurem Heimarbeitsplatz und nutzt bei der Kommunikation immer die Videotelefonie oder den Videochat.
  • Führt regelmäßig anonyme Umfragen zur Zufriedenheit durch und richtet einen Feedback-Kanal ein.
  • Seid verfügbar und zeigt eure Verfügbarkeit an. Durch Teilnahme an Team-Chats und Communities seid ihr greifbar und nah am Team.
  • Führt mit euren Mitarbeitern regelmäßige One-on-One Videocalls durch.

Als Agile Coach ist es wichtig...

  • neben den oben genannten Dingen vor allem Regeltermine und alle Remote-Formate gut vorzubereiten sowie Vorabinformationen zu versenden.
  • Zeiten für die Behebung technischer Bugs in Remote Tools einzuplanen und immer eine Alternative zur Hand zu haben, falls etwas nicht funktioniert. "Tool A geht gerade nicht, lasst uns umsteigen auf Tool B."
  • die Teilnehmer in den Remote Meetings zu ermutigen, Dinge auf Papier zu zeichnen und zu fotografieren.
  • auch zwischen den Remote Meetings mit den einzelnen Teilnehmern direkt in Kontakt zu treten und sie zu unterstützen, Inhalte zu bündeln und zu priorisieren.

Remote Leadership Tipps für das Management

Framen, framen, framen: Je­der Ver­ant­wor­tungs­be­reich, egal ob cross­funk­tio­na­les Pro­jekt­team oder eine gan­ze Ab­tei­lung, braucht kla­re Leit­plan­ken, in de­nen er sich be­we­gen kann. Da man beim Ar­bei­ten in ver­teil­ten Teams die Ar­beits­an­wei­sun­gen nicht mal kurz über den Tisch ge­ben kann und verteiltes Arbeiten nach Was­ser­fall­struk­tur viel zu lan­ge dau­ert, sind fol­gen­de Hin­wei­se umso wich­ti­ger:

    • Klare Zielformulierung und Leitplanken für jeden Verantwortungsbereich kommunizieren, am besten via Video-Chat. Je nach Dringlichkeit mindestens 1 Mal pro Monat - in Krisensituationen häufiger.
    • Proaktives Nachfragen: Versteht das Team die Ziele und den vorgegebenen Rahmen? Was wird vom Management benötigt, um die Ziele zu erreichen?
    • Remote Open Door: Zeiten einrichten, in denen Mitarbeiter direkt via Chat oder Telefon an das Management herantreten können.
    • Regelmäßig anonyme Umfragen zur Mitarbeiterzufriedenheit durchführen und einen Feedback-Kanal einrichten.
    • Verfügbar sein und Verfügbarkeit zeigen durch die aktive Teilnahme an Team-Chats und Communities.
    • Direkt erreichbar sein: im Remote-Umfeld sind Hierarchiekaskaden oft eine Produktivitätsbremse.
    • In Krisensituationen immer und für jeden erreichbar sein und via Chat so zeitnah wie möglich antworten. Das ist anstrengend, in der Krise aber notwendig, um die Nähe zu den Mitarbeitern zu halten und ein vertrauensvolles Miteinander zu schaffen.
    •  Schnellen Support leisten, damit die Mitarbeiter remote arbeiten können (Coworking-Space organisieren, Hardware und Tools für die Arbeit bereitstellen, die Einrichtung eines schnellen Internetzugangs unterstützen etc.)
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